Seelsorgeeinheit Vorallgäu aktuell auf einen B(K)lick

 

Ostergruß 2017                                                


„Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaube sinnlos. Wir werden dann auch als falsche Zeugen Gottes entlarvt, weil wir im Widerspruch zu Gott das Zeugnis abgelegt haben: Er hat Christus auferweckt“ (1 Kor 15,14f) Paulus stellt mit diesen Worten ganz deutlich heraus, welche Bedeutung der Glaube an die Auferstehung Jesu für die Verkündigung der Kirche und für unser Leben als Getaufte hat: Die Auferstehung bzw. Auferweckung Jesu ist der Dreh- und Angelpunkt, der Kern der christlichen Botschaft. Unser Glaube steht und fällt mit der Wahrheit dessen, was uns die ersten Osterzeugen, die Evangelien aber auch Paulus bezeugen: Dass Christus von den Toten auferstanden ist.
Wenn wir dieses Fundament unseres Glaubens verlassen, dann wird aus unserem Glauben eine Art religiöser Weltanschauung, aus der wir bedenkenswerte Vorstellungen über Gott und den Menschen ableiten können, aber dann ist unser Glaube letztlich tot. Dann ist Jesus eine beeindruckende Person, die jedoch gescheitert ist. Jesus bleibt vielleicht auch noch in seinem Scheitern groß, so dass er uns zum Nachdenken bringen kann. Aber er bleibt ein gescheiterter Mensch, und dann reicht seine Autorität nur so weit, wie uns seine Botschaft einsichtig ist. Er verliert an Bedeutung. Er hat keinen Anspruch mehr auf uns und unser Leben. Er ist nicht mehr der Maßstab für uns. Der Maßstab ist dann nur noch mein eigenes Urteil als letzte Instanz, das vom Erbe Jesu das auswählt, was mir hilfreich erscheint. Nur wenn Jesus wirklich auferstanden ist, wird er zum Maßstab auch für mich, auf den ich mich verlassen kann.
Es geht im Kern um diese Frage: War Jesus nur – ein besonderer, vorbildhafter Mensch, oder ist er, lebt und wirkt er noch heute? An Ostern feiern wir nicht das Wunder eines wiederbelebten Leichnams, so wie die Medizin heute klinisch Tote reanimieren kann. Die Auferstehung Jesu ist etwas anderes als die Auferweckung des Jünglings von Nain (Lk, 11-17), der Tochter des Jairus (Mk 5,22ff.35-43) oder auch des Lazarus (Joh 11,1-44). Sie alle kehrten ins Leben zurück. Um dann doch später zu sterben. Das Neue Testament bezeugt uns, dass sich mit der „Auferstehung des Menschensohnes“ etwas ganz Neues und Anderes ereignet hat. In seiner Auferstehung ist Jesus ausgebrochen in ein neues Leben, das nicht mehr den Gesetzmäßigkeiten dieser Welt, des Geborenwerden und Sterben unterworfen ist. Damit hat Jesus auch mir eine neue Dimension meines Menschseins eröffnet. Seine Auferstehung ist kein vereinzeltes Ereignis vor fast 2000 Jahren, sondern ein Mutations- ein Quantensprung unseres Menschseins, der uns alle angeht und auch mir eine neue, bisher undenkbare Zukunft eröffnet. Deshalb hat Petrus vollkommen Recht, wenn er die Auferweckung Jesu und meine Auferstehung unlöslich miteinander verknüpft: „ Wenn Tote nicht auferweckt werden, ist auch Christus nicht auferweckt worden…Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen“ (1 Kor 15,16.20).
Was heiß das für den Erneuerungsprozess unserer Gemeinden? Was bedeutet das für mein Leben als getaufter Christ? Christ-Sein, oder besser noch Christ-Werden ist ein Wachstums- und Veränderungs-Prozess, ein Leben mit dem auferstandenen und lebendigen Jesus Christus, der mich voller Liebe an sich zieht, der mir in den Sakramenten seiner Kirche, besonders in der Heiligen Kommunion Anteil an seinem göttlichen und unsterblichen Leben schenkt, der in mein Leben hineinspricht, mich ermutigt und anspornt, mich aufrichtet und mir vergibt, wenn ich ihn in der Beichte darum bitte.
Papst Benedikt XVI. sagt: „ Wer Christus einlässt, dem geht nichts verloren von dem, was das Leben frei, schön und groß macht. Erst in der Freundschaft öffnen sich die Türen des Lebens. Habt keine Angst vor Christus! Er nimmt nicht, und er gibt alles. Wer sich Ihm gibt, der erhält alles hundertfach zurück.“

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen – auch im Namen von Diakon Klaus Friedrich – von Herzen ein gnadenreiches und gesegnetes Osterfest!

Ihr Pfarrer Michael  Stork                         


 


 
 

Gottesdienste in der Seelsorgeeinheit
 

...Liturgische Texte

Die liturgischen Texte für die Sonntage im Jahreskreis A finden Sie unter
www.erzabtei-beuron.de/schott/jahreskreis.php

 Infos aus dem Dekanat
 Allgäu-Oberschwaben
finden Sie unter:  http://dekanat-allgaeu-oberschwaben.drs.de/index.php?id=7865
Infos der Katholischen Erwachsenenbildung
im Dekanat Allgäu-Oberschwaben
finden Sie unter: http://www.keb-rv.de/

Infos aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart
finden Sie unter  http://www.drs.de/

Seelsorge für Familien mit beh. Kindern

Aktuelle News aus dem Vatikan
erfahren Sie auf der Homepage
von     ===> Radio Vatikan 

Gebetsanliegen des Heiligen Vaters für April 2017

 

Die jungen Menschen mögen bereitwillig ihrer Berufung folgen und ernsthaft darüber nchdenken, ob Gott sie zu Priestertum oder gewihtem Leben ruft.


Zuschuss für den Kauf eines Gotteslobes der Erstkommunionkinder durch Bischof Dr. Gebhard Fürst

 

Das Gebet- und Gesangbuch Gotteslob hat seit seiner Einführung 2013 bereits einen festen Platz in den liturgischen Vollzügen unserer Gemeinden erhalten. Dieses Gotteslob soll gerade auch Kindern und Jugendlichen erschlossen und zugänglich gemacht werden und sie auf ihrem Glaubensweg begleiten. Deshalb hat unser Bischof Dr. Gebhard Fürst den Kauf eines neuen Gotteslobes für die Erstkommunionkinder von Anfang an unterstützt. Diese Unterstützung soll auch in 2017 möglich sein. Jeder, der einem Erstkommunionkind ein Gotteslob zur Erstkommunion schenkt, oder jedes Erstkommunionkind, das sich ein Gotteslob zur Erstkommunion kauft, bekommt bei Vorlage des Buches einen Aufkleber eingeklebt und einen Zuschuss von 10 €. Diesen Zuschuss erhalten Sie im Pfarrbüro Bodnegg bei Frau Silvia Blankenhorn.


Taufsonntag in der Seelsorgeeinheit

Juli bis Dezember 2017

Ort Datum Uhrzeit
Grünkraut 16.07. 11:45 Uhr      
Grünkraut 06.08. 11:45 Uhr
Bodnegg 20.08.. 11:45 Uhr        
Schlier 27.08. 11:45 Uhr        
Unterankenreute 17.09. 11:45 Uhr      
Schlier 24.09 10:30 Uhr    
Unterankenreute 08.10. 10:30 Uhr        
Bodnegg 15.10. 11:45 Uhr      
Grünkraut 29.10. 10:30 Uhr
Unterankenreute 05.11. 11:45 Uhr  
Schlier 19.11. 11:45 Uhr        
Grünkraut 26.11. 11:45 Uhr        
Unterankenreute 26.12. 11:45 Uhr        
          

                                            
G R Ü N D O N N E R S T A G
 
Warum ist dieser Donnerstag „grün“? Sein Name leitet sich her von „greinen“(weinen). Früher wurden an diesem Tag kurz vor Ostern nämlich die Büßer wieder in die Kirchengemeinschaft aufgenommen, und sie weinten dabei zugleich Tränen der Reue und Freude. Außerdem schmückten sie sich mit jungem Grün als Zeichen dafür, dass die einstmals „dürren Zweige am Stamm der Kirche“ nun wieder neu zu leben begonnen hatten.Jesus hielt einst an diesem Abend vor seinem Tod zusammen mit seinen Jüngern ein letztes festliches Mahl. Es begann ungewöhnlich: Jesus kniete sich vor seinen Jüngern nieder und wusch ihnen die Füße. Alles, was ich tue, tue ich für euch, wollte er damit sagen. Am Gründonnerstag feiert die Kirche freudig die Einsetzung der Eucharistiefeier. Doch mitten im abendlichen Gottesdienst, nach dem festlichen Gloria-Gesang, verstummen bis Ostern Glocken und Orgeln. Die Christen denken daran: Jesus ging nach dem letzten Abendmahl in die Nacht hinaus, betete und weinte voller Angst, wurde verraten und gefangengenommen. Die Stunden seines Leidens haben begonnen, „ die drei heiligen Tage des gekreuzigten, begrabenen und auferstandenen Christus“ (Augustinus).Am Gründonnerstag ist es seit langem Brauch, Grünkräuter zu pflücken und als Speise zuzubereiten. Das hängt mit der uralten Tradition des jüdischen Pascha-Mahls zusammen, das Jesus mit seinen Jüngern gefeiert hat.
 
Rezept für „Grüne Pfannkuchen“ (Zutaten für 4 Personen):2 kg rohe Kartoffeln, 2 EL saure Sahne, 1 Ei (oder entsprechend mehr Sauerrahm), 2 EL Kartoffelmehl oder Grieß, Salz, reichlich erste Frühlingskräuter (z.B. Schnittlauch), geriebene Zwiebel, Backfett
Zubereitung: Kartoffeln schälen, reiben, auf einem Sieb abtropfen lassen. Sofort mit saurer Sahne vermischen, damit sie sich nicht verfärben. Den Teig mit dem Ei und Kartoffelmehl oder Grieß binden (bei neuen Kartoffeln ist Grieß zu empfehlen), mit Salz gut abschmecken. Die fein gewiegten Kräuter unterheben, nach Belieben feingeriebene Zwiebel dazugeben. Reichlich Backfett erhitzen. Den Teig löffelweise hineingeben und flachdrücken. Pfannkuchen auf beiden Seiten braun und knusprig backen. Dazu gibt es Apfelbrei.
Guten Appetit wünscht Angela Jacobi
 
 
Liturgisches Osterspiel
 
Ein wiederentdecktes Element aus der Liturgiegeschichte Das Krippenspiel ist aus unseren Pfarreien am Heiligen Abend nicht mehr wegzudenken. In der Karwoche kennen wir lediglich die Palmprozession, die Fußwaschung, die Feier vom Leiden und Sterben Jesu, welche uns die Passion Jesu szenisch-dramatisch vor Augen führen. Dabei überliefert die Liturgiegeschichte fast 700 sog. „Osterfeiern“, die mit Gesängen das Ostergeschehen in Szene setzen. Sie inszenierten den Besuch der Frauen am leeren Grab, den Dialog mit dem Engel und den Apostellauf. Die Osterfeiern entwickelten sich seit dem 10. Jahrhundert. Sie verdanken ihren Ursprung der Liturgie selbst und waren in ganz Europa verbreitet. Nach dem Trienter Konzil fanden sie keinen Eingang in die Liturgiebücher, was zu ihrem Vergessen beitrug. In der Aufklärung wurden die letzten Überreste dieser volksnahen Form schließlich abgeschafft. Bei einer Liturgiewerkstatt der Deutschen Bischofkonferenz und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, da unter dem Thema „Inszenieren – Inspirieren – Konfrontieren – Potentiale zwischen Kirche und Theater“ stand, wurde 2010 in Weingarten ein solches Osterspiel möglichst originalgetreu realisiert. In den Pfarreien, die diese Form wiederbelebt haben, war die Resonanz sehr positiv: Sowohl bei den Gläubigen als auch bei den Darstellern, älteren Ministranten. Am Ostersonntag werden wir auch das Hochamt um 08.45 Uhr in Unterankenreute und das Hochamt um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche Grünkraut mit einem Osterspiel beginnen. So können wir sehend, hörend und singend zu Empfängern und Verkündern der Osterbotschaft werden: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Jesus lebt!“ Der Herr ist auferstanden. Halleluja. Feiern Sie mit uns das höchste und schönste Fest unseres Glaubens!

Ihr Pfr. Michael Stork